Comicfestival Hamburg      01. – 03. Oktober 2021

Ausstel­lungen

Rutu Modan (IL): „Tunnel“


@rutumodan

Eine Gruppe Israelis baut einen Tunnel zur West­bank, weil sie dort re­li­giö­se Arte­fakte ver­mutet. Eben­so ziel­strebig graben Pa­läs­ti­nen­ser in ent­gegen­gesetz­ter Rich­tung ihren unter­irdischen Gang. Als sich die Wege schließ­lich kreuzen, müssen sich die un­gleichen Grup­pen mit­ein­ander arran­gieren, wenn sie nicht auf­fliegen wollen...

Mit „Tunnel“ ist Rutu Modan ein über­aus komisches und zu­gleich de­zidiert poli­tisches Buch ge­lungen. Mit ge­wohnt klarer Linien­führung ent­wirft sie eine an­spielungs­reiche und turbu­lente Er­zäh­lung, die den­jenigen einen Spiegel vor­hält, die an­gesichts kom­plexer gesell­schaft­licher Ver­werf­ungen nach ein­fachen Lö­sungen rufen.

Modan (*1966) begann nach ihrem Ab­schluss an der Bezalel Academy of Art and Design regel­mäßig Comic­strips und -geschichten zu ver­öffent­lichen. Sie ist Mit­be­grün­derin des Zeich­ner:in­nen-Kol­lek­tivs Actus Tra­gi­cus und seit Be­ginn der 2000er Jahre als wichtige Ver­tre­terin des litera­risch an­spruchs­vollen Comics auf vielen Fes­ti­vals und in zahl­reichen Pub­lika­tionen prä­sent. „Tunnel“ er­scheint im Ham­bur­ger Carlsen Verlag.



[01]
LaDøns
Valentinskamp 39
20355 Hamburg

Vernissage
FR 01.10. 18 Uhr
Laufzeit Ausstellung
FR 01.10. — SO 03.10.

Öffnungszeiten
FR 01.10. 18 — 22 Uhr
SA 02.10. 12 — 19 Uhr
SO 03.10. 12 — 18 Uhr

Joe Kessler (GB): „Prisma“


@joebaskervillekessler

Joe Kessler (*1987) ist Dauer­gast auf Fes­ti­vals über­all auf der Welt. Kein Wun­der, denn er hat als Mit­be­grün­der und Art Di­rec­tor des un­ab­hängigen Ver­lags Break­down Press an über fünfzig Büchern ge­arbei­tet und ge­mein­sam mit Kol­leg:in­nen das Lon­don­er Safari Fes­ti­val mit­be­gründet und ku­ra­tiert.

Mit Kessler kommt ein rast­loser Comic­akti­vist in die Hanse­stadt, der auch als Zeichner be­merkens­wert ist. Sein Buch „Window­pane“ wurde vielvfach über­setzt, war bis­lang aber nicht auf Deutsch er­hält­lich. Die Edition Moderne hat diese Lücke nun ge­schlosvsen und gibt dem deutsch­spra­chi­gen Pub­li­kum Ge­legen­heit, die unter dem Titel „Prisma“ auf­ge­legte ex­peri­mentel­le Reise in Kesslers „one-man-antho­logy“ an­zu­treten.



[02]
Art Store St. Pauli
Wohlwillstraße 10
20359 Hamburg

Vernissage
FR 01.10. 19 Uhr
Laufzeit Ausstellung
FR 01.10. — MI 13.10.

Öffnungszeiten
FR 01.10. 19 — 22 Uhr
SA 02.10. 12 — 22 Uhr
SO 03.10. 12 — 18 Uhr
MO — FR 16 — 20 Uhr

Anna Haifisch: „The Artist. Ode an die Feder“


@anna.haifisch

Im Leben von The Artist hat sich viel getan. Zwar ist er jetzt maxi­mal er­folg­reich und hat alles, was er sich immer ge­wünscht hat, doch ist sein Leben ein ein­ziges Drama, denn er ist eben immer noch ein weiner­licher, sen­sibler Künst­ler. Im Stile einer großen drama­tischen Oper er­zählt Anna Haifisch vom Da­sein zwischen Größen­wahn und Nerven­zusam­men­bruch – von Auf­stieg und Fall von The Artist und voll­endet damit ihre Tri­logie rund um die Zu­mu­tungen, Pein­lich­keiten und Ängste der Künst­ler­exis­tenz.

Anna Haifisch (*1986) studierte Il­lus­tration an der HGB Leip­zig. 2015 erschien ihr erstes Buch „Von Spatz“ bei Roto­pol, 2016 und 2017 folgten bei Re­pro­dukt die ersten Bände von „The Artist“. Zu­letzt ver­öffent­lichte sie „Gnocchi Gnocchi – who’s there?“ mit Ste­fa­nie Leinhos (2020, Colo­rama Books) und „Resi­denz Fahren­bühl“ (2021, Spector Books). Ihre Ar­bei­ten werden in zahl­reichen Län­dern auf­ge­legt und ers­cheinen u. a. in The New Yorker, The Guardian, SZ Maga­zin und Die Zeit. 2020 wurde Anna Haifisch mit dem Max-und-Mo­ritz-Preis als „Beste deutsch­spra­chi­ge Comic-Künst­lerin“ aus­ge­zeichnet. „The Artist. Ode an die Feder” er­scheint wie gewohnt bei Re­pro­dukt.



[03]
mom art space
Valentinskamp 34A
20355 Hamburg

Vernissage
FR 01.10. 18 Uhr
Laufzeit Ausstellung
FR 01.10. — SO 03.10.

Öffnungszeiten
FR 01.10. 18 — 22 Uhr
SA 02.10. 12 — 18 Uhr
SO 03.10. 12 — 18 Uhr

Lina Ehren­traut: „Melek + ich”


@linaehrentraut

In einer Mischung aus Ro­man­ze, Sci-Fi und Cha­rak­ter­drama ent­wirft Lina Ehren­traut (*1993) eine Par­al­lel­welt, in der alles sorg­los mög­lich scheint: Doppel­iden­ti­täten, queere Be­zie­hungen und Selbst­liebe. Doch für wie lange? In ihrem De­büt „Melek + ich” wechselt Lina Ehren­traut zwischen schwarz-weißen Comic­se­quen­zen und atmo­sphäri­schen bunten Ma­lerei­en und lei­tet ge­konnt durch die unter­schied­lichen Er­zähl­ebenen.

Lina Ehren­traut macht Zines, Comics, Il­lus­tra­tionen, Mode, Le­sungen und Aus­stel­lungen. Ihre Ar­beiten kreisen um so­ziale und emo­tionale As­pekte zwischen­mensch­licher Be­ziehungen, Femi­nis­mus und die Ge­fühle, die man sich selbst gegen­über hat.

Lina Ehren­traut lebt in Leip­zig, wo sie 2020 in der Il­lus­tra­tions­klasse der Hoch­schule für Gra­fik und Buch­kunst ihr Diplom ge­macht hat. Sie ist Grün­dungs­mit­glied des SQUASH-Kol­lek­tivs und Mit­orga­ni­sa­torin der „Snail Eye — Cos­mic Comic Con­vention“. „Melek + ich“ ist im Früh­ling 2021 bei Edition Moderne er­schienen.



[04]
Vorwerk-Stift Galerie 21
Vorwerkstr. 21
20357 Hamburg

(EG, Zugang vom Garten)

Vernissage
DO 30.09 18 Uhr
Laufzeit Ausstellung
DO 30.9. — SA 02.10.

Öffnungszeiten
DO 30.09. 18 — 20 Uhr
FR 01.10. 12 — 18 Uhr
SA 02.10. 12 — 18 Uhr
SO 03.10. 12 — 18 Uhr
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